Es gibt grundlegende Fragen, in denen seltene politische Einigkeit herrscht: Alle Abgeordneten sind gern Klimaschützer, kämpfen erklärt gegen die Ursachen der Finanzmarktkrise und wollen mehr Gerechtigkeit schaffen. Aber wer hat für mehr nukleare Sicherheit oder für die Kontrolle gefährlicher Chemikalien gestimmt? Wer will Steueroasen trockenlegen? Wer will eine wöchentliche Arbeitszeit von bis zu 78 Stunden verhindern? Der 'Votetracker' oder Abstimmungsvergleicher zeigt Ihnen, wie Ihr Abgeordneter tatsächlich abgestimmt hat. Folgt auf Wort auch Tat?
go to TopDer Einsatz von Pestiziden, die gefährliche Substanzen enthalten, sind eines der größten Gesundheitsbedenken. Die Europäische Kommission schlug ein Gesetz vor, um die Substanzen, die als Pestizide eingesetzt werden, zu überprüfen. Dieses zielte vorranigig darauf ab, die Gefährdung der Gesundheit durch gefährliche Pestizide zu reduzieren, indem klare Ausschlusskritierien für gewisse riskante chemische Substanzen gesetzt werden (wie z. B. karziogene, mutagene oder fortpflanzungsschädigende Substanzen). Das Europäische Parlament stimmte im Oktober 2007 über das Gesetz ab. Die Grünen wollten den Vorschlag stärken, dass gefährliche Substanzen nur für den Gebrauch als Pestizid zugelassen werden, wenn diese Pestizide in 'geschlossenen Systemen' eingesetzt werden oder nur unter den Bedingungen, dass Menschen nicht damit in Kontakt kommen und dass Rückstände dieser Substanzen in Nahrungsmitteln oder Futter auf minimale Mengen beschränkt werden. Dieser Änderungsantrag wurde angenommen, aber viele Abgeordneten stimmten dagegen.
Ergebnisserläuterung **






Fraktionsnamen *
| Konservative | EPP-ED |
| Sozialisten | PES |
| Liberale | ALDE |
| Grüne/EFA | Grüne/EFA |
| Kommunisten | GUE/NGL |
| UEN-rechts | UEN |
| Euroskeptiker | Ind-Dem |
| Fraktionslos | NI |